Diplomarbeit "Bürgerhaus am Dellbrücker Marktplatz" (Ausschnitte)

zurück

Diplomarbeit

Dietmar M. Strick
Sommersemester 1990

Ort

Fachhochschule Köln
University of Applied Sciences Cologne

heute: Technology Arts Sciences TH Köln
Fakultät Architektur und Stadtplanung
Prof. Dr. Walter M. Fleck
Prof. Dipl.-Ing. Dieter Prinz

 

 

Städtebauliche Situation  

Der Marktplatz ist zum Nutzen der Bürger bestimmt und ist keine Freifläche für Planer-Inzenierungen, dementsprechend ist er auch gestaltet. Der Platz bewahrt seine Identität, ist unabhängig von Modeströmungen, lässt weiterhin den Wochenmarkt zu, kann aber auch wandelnden Ansprüchen sowie anderen Veranstaltungen variabel gerecht werden und passt zum Ort (Stadtteil / Vegetation / umliegende Bebauung). Der quadratisch aufgeteilte Bodenbelag verkleinert optisch den Platz, gliedert ihn und gibt ihm eine Ordnung ohne richtungsbestimmend zu sein. Die beiden flankierenden Neubauten, die Absenkung zur Strasse und nicht zuletzt die linear angeordneten Bäume geben dem Platz eine Fassung, ergänzend zur bestehenden, geschlossenen Bebauung der rückwärtigen Dellbrücker Hauptstrasse und der neueren „An der Kemperwiese“. Der Wechsel von Strasse/ Bürgersteig / Platz wird verdeutlicht, ohne zu begrenzen, verhindert u.a. durch Stufen, unbefugtes befahren.

Baukörper

Das grössere Bürgerhaus ist rechtwinklig zur Straße "An der Kemperwiese" plaziert. So bekommt der Platz die richtige Begrenzung zwischen den vorhandenen, unterschiedlich winkligen Gebäuden. Die Länge und die Höhe des Baukörpers orientiert sich am umliegenden Bestand und steht im Verhältnis zu der Wirkung die einen Platz ausmachen sollte.
Der Eingangsbereich wird durch ein Glasdach über der Eingangshalle betont und zugleich ermöglicht die transparente Fassade an dieser Stelle, auf beiden Gebäude-Seiten einen Durchblick.
Entsprechend dem Verlauf des Baches verspringt das Gebäude, das in der Ausstellungsfassade noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Der hintere, flache Rundbau ist der behutsame Übergang zur angrenzenden, ausgedehnten Grünfläche.
Das kleinere Dienstleistungsgebäude ist länglich zum Platz angeordnet und begrenzt diesen zur Umgehungsstrasse / Bahnlinie. Der längliche Teil korrespondiert mit dem Bürgerhaus, wobei der Halbkreis an der Giebelseite mit der Grünfläche harmonisiert. Der kürzere Gebäudeteil verspringt um die Baumgruppe und nimmt die Gebäudeflucht der vorhandenen, südlichen Gebäudezeile auf. Die nur platzseitigen Arkadengänge sind der geeignete Übergang zwischen Platz und Gebäuden.